Die moderne Entwicklung der psychoanalytisch
orientierten Arbeit mit Organisationen hat psychoanalytische,
systemische und gruppendynamische Wurzeln und wird
allgemein als psychodynamische
Beratung von Menschen und Organisationen
bezeichnet.
Im ursprünglichen Sinne bezeichnet “Psychodynamik”
die Beziehungen zwischen den verschiedenen inneren
Instanzen und Strebungen einer Person. Ein
Teil dieser Abläufe bleibt der Person
selbst unbewusst – dadurch erhöht sich ihre
Wirksamkeit, da sie sich der Kontrolle der bewussten
Steuerung entziehen. Diese unbewusste Dynamik lässt
sich nicht nur bei einzelnen Personen, sondern genauso
bei Gruppen und Organisationen ausmachen.
Die Psychodynamische Organisationsberatung
hat unterschiedliche Anwendungsgebiete
– z.B. gibt es
- Team- und Leitungsteam-Supervision,
- Organisationsberatung,
- Teamentwicklung,
- Konfliktberatung,
- sowie Einzel- und Gruppen-Coaching.
Ein psychodynamischer Zugang
zur Beratung von Organisationen etabliert Beratungs-Settings,
in denen es möglich wird, die unbewusste Dimension
von Konflikten und Dilemmata kennen zu lernen und
zu einer besseren Integration bisher der bewussten
Steuerung entzogener Anteile zu kommen, dies stärkt
die Organisation und ihre Mitglieder in ihrer Arbeitsfähigkeit.
Neben der Unterstützung bei der Lösung
von Konflikten auf der Beziehungsebene steht gleichberechtigt
die Beachtung von Strukturen wie Aufgaben, Rollen
und Grenzen. Neben einer Analyse der Konfliktmuster
spielen auch strukturierende Moderation, fachliche
Hinweise, die Konzentration auf Lösungen und
die Hilfe bei der Umsetzung von strukturellen Veränderungen
eine wichtige Rolle.
Die psychodynamische Arbeit mit Organisationen
thematisiert folglich die Verbindung zwischen den
rationalen Zwecken und Abläufen in einer Organisation
und den unbewussten Prozessen.
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